Wie soll es zukünftig in Oberfranken weitergehen und welche Chancen bietet die Region? Diese und andere Fragen diskutierte der FDP-Bezirksverband am Wochenende während seiner Klausurtagung in Schloß Schney bei Lichtenfels. Die Antwort: Die vier oberfränkischen Universitätsstandorte sollten weiter ausgebaut, das Bildungssystem und die Verkehrsanbindungen verbessert sowie der ländliche Raum gestärkt werden.
In einer Pressekonferenz erklärte der Bezirksvorstand Thomas Hacker und sein Stellvertreter Sebastian Körber einige Eckpunkte. So wolle sich seine Partei für den Ausbau des Bildungsstandortes Oberfranken einsetzen. Wichtig sei, dass die Hochschulen besser vernetzt werden und in Sachen Forschung intensiver zusammen arbeiten. Der Bayreuther Landtagsabgeordnete versprach sich davon, dass neue Arbeitsplätze in Oberfranken entstehen und junge Familien in die Region gebracht werden könnten. Schülerinnen und Schülern sollte es ermöglicht werden, weiterführende möglichst wohnortnahe Ganztagsschulen besuchen zu können.
Beim Thema Tourismus sollten sich die Verantwortlichen im Landkreis verstärkt für das Image in der jeweiligen Region einsetzen und „Stärken“ besser vermarkten. Oberfranken besitze „viele Pfunde mit denen man wuchern kann“, sagte Hacker, wie das relativ niedrige Preisniveau und gute Lebens- und Wohnqualität sowie die Vielzahl von Heilbädern.
Was in Sachen demografische Entwicklung und dem Straßenbau getan werden müsse, stellte der Bundestagsabgeordnete Sebastian Körber (Forchheim) vor. Die begehrten Städte und Gemeinden sollten unter anderem mit neuen Grünflächen attraktiver gestaltet und mit mehr Spielplätzen ausgestattet werden. Im Gegenzug müsste die Bauplanung in Abwanderungsgebieten neu überdacht werden. Unter anderem sollten große Wohnungen in kleinere, barrierefreie umgebaut und neue Wohngebiete anders geplant werden. Einwohnerschwache Orte könnten öffentliche Einrichtungen wie Hallen- und Freibäder gemeinsam nutzen und so Kosten sparen. Zusätzlich sollte in diesen Orten der öffentliche Nahverkehr verbessert werden. Körber stellte sich vor, dass man hier Sammeltaxen einsetzen könnte.
Zum Thema Straßenbau sagte er, dass die FDP den Ausbau der B 303 als Ost-West-Verbindung nach wie vor als wichtig erachte, außerdem sollte der Bau der B 173 zwischen Kulmbach, Kronach und Lichtenfels vorangetrieben werden.