
München, 08.03.2010 (lp). Der „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frauen und den Weltfrieden“ oder kurz „Internationaler Frauentag“ wird weltweit von Frauenorganisationen am heutigen 8. März begangen. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um das Recht auf politische Mitbestimmung, gleichen Lohn wie männliche Arbeitnehmer sowie mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz. Heute geht es um Themen wie Gleichstellung im Arbeitsleben, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Gewalt gegen Frauen.
„Zwar haben wir in Deutschland schon Einiges erreicht, und die Situation der Frauen hat sich Schritt für Schritt verbessert, doch international gesehen besteht noch ein großer Handlungsbedarf. Erzwungene Schwangerschaftsabbrüche, Genitalverstümmelungen, Kinderheirat, Opfer von so genannten ,Ehrenmorden‘, Gewalt, Armut und Analphabe-tismus sind leider weltweit alltägliche Frauenschicksale. Der Kampf um gleiche Rechte für Frauen und Männer ist noch lange nicht gewonnen“, ist sich Brigitte Meyer, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Familie und Arbeit im Bayerischen Landtag sicher.
Frauenrechte, so die FDP-Politikerin, seien Menschenrechte, die überall eingehalten werden müssten. „Gleiche Rechte und gleiche Möglichkeiten für Mädchen und Frauen weltweit - sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich - sind die Voraussetzungen für eine sicherere, gerechtere und friedlichere Welt. Sie bedeuten zugleich Fortschritt für alle. Wenn wir Frauen verwehren, ihre Rolle, ihre Position und die Gesellschaft, in der sie leben zu verbessern, dann verlieren wir alle“, fügt die schwäbische Abgeordnete Meyer hinzu. Es müsse daher ein globales Ziel sein, die Rechte der Frauen durchzusetzen, zu wahren und zu verteidigen.
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